Can-Solo-Projects-Live Biography (in German)

 

1977, das Jahr welches das letzte Can Konzert markierte. Seither hörten die Anfragen nach weiteren Konzerten nicht auf und so entschlossen sich Managerin Hildegard Schmidt und die vier Gründungsmitglieder Czukay, Karoli, Liebezeit und Schmidt, anläßlich der Veröffentlichung der limitierten Can-Box (Live Doppel-CD, Buch und Video inkl. Can Free Concert) 1999 wieder auf die Bühne zu gehen. Und zwar nicht als Can, sondern als Can-Solo-Projects, der einzig möglichen Form, nicht auf den üblichen Nostalgiezug zu springen und der Can eigenen Philosophie des Unerwarteten treu zu bleiben.

Was ursprünglich als einmalige Aktion geplant war, wird nun wegen des großen Erfolges und zweifellos auch wegen des Spasses der Beteiligten eine Fortsetzung finden und zwar in folgender Form:


Michael Karoli - Sofortkontakt:
Als die Idee der Can Solo Projekte aufkam und es für Karoli galt, in relativ kurzer Zeit eine funktionierende Formation zusammenzustellen, drängte sich Karoli das Konzept 'Sofortkontakt' förmlich auf. Getreu dem CAN - Konzept der spontanen Komposition war es ein Sofortkontakt im wahrsten Sinne: die Besetzung der Band ergab sich einen Tag vor der Generalprobe:

- Alexander Schönert (git) | Schönert (seine eigene Band heißt Jelly Planet) spielte bereits in Damos'Network mit Karoli zusammen, dort "clickten" die beiden Gitarristen.
- Thomas Hopf (dr), vereinigt ideal den kraftvollen Stil, welchen Karoli von Jaki Liebezeit gewohnt war, mit einer hohen Flexibilität.
- Mark Spybey (ex Zoviet France, ex Download, Dead Voices On Air) am Sampler. Der in Vancouver lebende Brite ist ein kühler abstrakter Denker, der live sowohl verfremdete Stimmen als auch Sounds aus obskuren Quellen wie z.B. Spielzeugen beisteuert.
- Felix Guttierez (b) spielt einen brachialen Bass, der den ganzen Saal trägt und bringt einen sehr eigenwilligen Humor in die Musik, welcher in der Musikwelt selten anzutreffen ist.
- Michael Karoli spielt Gitarre, Geige und Cello.


Jaki Liebezeit & Club Off Chaos:
Der "Club" wurde Ende 1995 gegründet, alle drei Musiker entdeckten, daß sie eine Idee gemeinsam hatten, nämlich Musik nach neuen Gesetzmäßigkeiten zu gestalten, wobei der Rhythmus die Hauptrolle übernimmt. Gemäß dem Motto "Neue Musik braucht neue Instrumente" spielen alle 3 Musiker auf speziell entwickelten Instrumenten. Das Debut-Album von Club Off Chaos wurde im legendären Conny Plank Studio eingespielt. Die Musik des Clubs ist eine psychedelische und stark rhythmische Reise durch ein unentdecktes und mystisches Land, wo jedoch einige "Bekannte" als Schattengeister noch lebendig sind:

- Boris Polonski ist ukrainischen Ursprungs und war eigentlich Cellist, kam aber sehr früh durch die Industrial Szene an elektronische Klangerzeuger, welche bei ihm auch fleißig weiterentwickelt wurden.
- Dirk Herweg (git). Herweg hatte als Punk Gitarrist angefangen und sorgte unter anderem mit seiner Band "Bad Little Dynamos" für Furore, außerdem ist er als Gitarrist von Rausch bekannt. Herweg baut eigene, elektrisch verstärkte Saiteninstrumente, die keine Bünde haben und mit einem speziellen Effektbrett bearbeitet werden.
- Jaki Liebezeit trommelt.


Irmin Schmidt & Kumo
Kumo alias Jono Podmore aus Liverpool lernte Schmidt vor drei Jahren kennen, als Schmidt für die Arbeit an seiner Fantasy-Oper GORMENGHAST einen Toningenieur, Programmer und Sounddesigner suchte. Die fast zweijährige Zusammenarbeit entwickelte sich so erfolgreich, daß beide spontan beschlossen, sie auch live für die CAN-Solo-Projects-Konzerte fortzusetzen. Der Auftritt der beiden war wohl der überraschendste, denn Schmidt hat im Gegensatz zu seinen anderen Bandkollegen seit über 20 Jahren kaum mehr live gespielt: ein furioser Set, in welchem Schmidt mit unwahrscheinlicher Kraft auf seinem Flügel hämmert, angetrieben von immer schneller werdenden Beats von

Kumo /Jono Podmore (electronics): Jono begann im Alter von 10 Jahren Geige zu spielen, später lernte er auch Gitarre. Er studierte elektronische Musik an der Universität von Middlesex und fing 1986 an, Musik für Theater und Fernsehen zu schreiben. Nach einem Aufenthalt in Japan, bei welchem er seine Karatekenntnisse und -techniken vertiefte, kehrte Jono 1990 nach London zurück, um als Produzent und Arrangeur zu arbeiten. Er arbeitete unter anderem mit Jamiroquai, The Shamen, Ian McCulloch, Robert Owens und Republica und im März 1997 veröffentlichte er sein erstes von der Presse hochgelobtes Solo Album "Kaminari"..
- Irmin Schmidt spielt Konzertflügel, synths und electronics


Holger Czukay: Wegen unvorhersehbarer Umstände musste Holger leider seine von langer Hand vorbereitete 'Magazine' Show nach der Can -Solo-Projects Tour Anfang 1999 in Deutschland einstellen, was seine Beteiligung an weiteren Can-Solo-Projects Konzerten zur Zeit unmöglich macht.

 


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