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AUDIO - 5/2000
Rubrik: Klassik CDs IRMIN SCHMIDT   /   GORMENGHAST

Ravel goes Psychedelic : So in etwa klingt Irmin Schmidt's 1998 uraufgeführte Oper über Schloss "Gormenghast" - eine "Gothic Fantasy"-Story. Komponist Schmidt, Ligeti-Eleve und Gründer der legendären Kölner Experimental-Band CAN, illustriert die Parabel l über Macht und Verführung mit einem luxuriösen Mix aus Avantgarde-Rock und Klassik, Ethno und Musical. Exquisite Solisten wie Claudia Visca machen die von Schmidt dirigierte Aufnahme zum magischen Crossover-Trip edelster Sorte.


Otto Paul Burkhardt

(höchstmögliche Bewertung auch für Klang !!!)




SCALA 3/2000
GORMENGHAST - Fantasy Opera
Bewertung : Musik : sehr gut , Klang : überragend


"Um diese wundersame Form, die Oper, zu erhalten, müssen wir immer wieder neue Möglichkeiten erfinden, sie zu verwandeln" - so der Komponist dieser "Fantasy Opera". Er hat zwar bei Berio und Stockhausen studiert, seinen Ruhm aber in der Liga von Zappa und Hendrix erspielt: Irmin Schmidt war als Keyboarder der legendären deutschen Band CAN in den Siebzigern einer der innovativen Köpfe des Avantgarde-Rock. Seine erste Oper wurde 1998 in Wuppertal uraufgeführt ­ eine überraschende Mischung aus moderner Oper und Rockkonzert. Vertont hat er eine in England sehr bekannte Roman-Trilogie des Poe-Nachfolgers Mervyn Peake : Unter den bizarren Bewohnern des Schlosses Gormenghast, einer Art hochphilosophischer Addams Family, schwingt sich ein boshafter Küchenjunge zum Tyrannen auf. In freien Linien, nicht in den Musical-üblichen geschlossenen Melodien, lässt Schmidt den streng opernhaften Gesang über einem sphärischen Klangteppich aus elektronischen Abmischungen, Techno-Rhythmen und immer neuen Schlagwerk-Effekten schweben. Ein kühnes, kompliziertes Werk, das erst die Hörgewohnheiten herausfordert und dann seine ganze Faszination offenbart.


Angela Reinhardt




Q- MAGAZINE - April 2000
Irmin Schmidt / Gormenghast
Scary Can keyboardist's opera , with libretto by collaborator Duncan Fallowell.


Even high art can have a business sense and there's no doubt that this release is timed to coincide with the BBC's costly adaptation of Mervyn Peake's gothic fantasy.
In many ways, Schmidt has taken the same unorthodox approach to realising the books as the Beeb: sumptuous and exotic, madly opulent and beautiful rather than the more predictable gloomy and cadaverous. But even more than this, Schmidt's conception of opera is not a purists one. Steerpike sings rock songs. Fuchsia doomed romantic ballads.
But all of the music is a grotesque but accessible melding of electronic avant-garde and dance with more traditional lieder. It¹s not as difficult as one might think, but it¹s still completely hat stand.


Stuart Maconie




deutsche Übersetzung:
Q- MAGAZINE - April 2000
Irmin Schmidt / Gormenghast


Oper vom unheimlichen CAN-keyboarder, Libretto in Zusammenarbeit mit Duncan Fallowell.

Selbst hohe Kunst kann ein Gefühl für's Business haben und es ist sicher kein Zufall, daß diese Veröffentlichung zeitlich abgestimmt ist mit der Ausstrahlung der kostspieligen BBC-Adaption von Mervyn Peake's Fantasy-Romanen.

Wie der BBC hat auch Schmidt eine unorthodoxe Annäherung an das Thema gewählt: üppig, exotisch, flippig opulent und schön - nicht düster und gruftig wie man es eher erwartet hätte. Darüber hinaus ist Schmidt's Opernkonzept alles andere als puristisch. Steerpike singt Rocksongs, Fuchsia romantisch verzweifelte Balladen.
Die Musik ist eine schrille und doch zugängliche Mischung von Elektronik-Avantgarde und Dance mit fast traditionellen Liedern. Sie ist nicht so schwierig wie man meinen könnte, aber trotzdem total schräg.


Stuart Maconie




THE DAILY TELEGRAPH / Saturday, Febr. 26, 2000
Irmin Schmidt - Gormenghast


To undertake an opera based on Mervyn Peake's novel following the perceived failings of BBC2's screen adaptation might seem like folly. The result sounds like an imaginary collaboration between Frank Zappa, Andrew Llyod Webber and Irmin Schmidts's old group CAN - that is, like on overblown epic that courts disaster. That it works so well is a tribute to Schmidt's ability to mix his styles from’ Debussy to Kraut Rock, with a deft irony that deflates criticism. There are also some damn good tunes, especially Rainbow Party with ist beautiful harmony and Oxygen, which lets loose a ferocious mechanical onslaught.
Unlike most enterprises of this type, the classically trained voices of the singers do not grate, and with the help of sound engineer Jono Podmore, Schmidt has produced a hard-hitting virtual orchestra by recording and then reprocessing orchestral sounds. Whether the opera manages to emulate Peake's vision is not clear, but this is an intriguing fusion of contemporary classical compositons, popular musical and avant-garde rock.


Richard Wolfson




deutsche Übersetzung :
THE DAILY TELEGRAPH / Saturday, Febr. 26, 2000
Irmin Schmidt - Gormenghast


Es erscheint verrückt, eine Oper basierend auf Mervyn Peake's Romanen, so schnell nach der mißglückten Serie des BBC herauszubringen. Das Resultat klingt wie eine imaginäre Zusammenarbeit von Frank Zappa, Andrew Lloyd Webber und Irmin Schmidt's früherer Gruppe CAN ­ also wie eine grandiose Übertreibung die mit dem Desaster flirtet. Daß es trotzdem so gut funktioniert, verdankt Schmidt dem Talent seine Stile von Debussy bis Krautrock zu mischen und einer versierten Ironie, die jeglicher Kritik den Wind aus den Segeln nimmt. Es gibt auch einige verdammt gute Stücke, vor allem Rainbow-Party mit seinen wunderbaren Harmonien und Oxygen, das einer wilden, elektronischen Attacke gleicht.
Im Gegensatz zu den meisten Versuchen dieser Art tun die Stimmen der klassischen Sänger hier nicht weh und mit Hilfe des Sound Engineers Jono Podmore hat Schmidt ein furios hämmerndes, virtuelles Orchester produziert, indem er es zuvor aufnahm und dann im Studio nachbearbeitete. Ob die Oper es nun schafft, Peake's Visionen gleichzukommen, ist nicht klar, aber dies ist eine faszinierende Fusion aus zeitgenössischer, klassischer Komposition, Pop-Musik und Avangarde-Rock.


Richard Wolfson




THE TIMES 24.11.1998
FINE PEAKE-TIME VIEWING   von Rodney Milnes


Oft hat auch die komplizierteste Opernhandlung eine ganz einfache Moral. Nach den vier Tagen von Wagners RING heißt sie "hänsle keine Zwerge" bei CARMEN "laß die Finger von Mädchen die rauchen". Im Fall von Irmin Schmidts GORMENGHAST, letzte Woche in Wuppertal uraufgeführt, könnte sie wohl "vernasch das Hauspersonal nicht" heißen. Denn eine Vergewaltigung, anschaulich von Chefkoch Swelter durchgeführt, bringt den Küchenjungen Steerpike dazu, den Fall von GORMENGHAST und allem, wofür es steht, zu planen - was ihm jedoch nur teilweise gelingt.


Das ist natürlich in Mervyn Peakes Trilogie, auf der die Oper lose basiert, mehr angedeutet als beschrieben - "frei nach" sagt die offizielle Bezeichnung. Das Libretto, verfaßt von Duncan Fallowell, dem Romanautor und Verfasser von "Ein heißer Sommer in St. Petersburg", ist munter, geistreich und witzig in seinen Reimen.... Die Handlung wird klar ausgebreitet; im Zentrum steht der Brand der Gormenghast-Bibliothek, eingerahmt von Steerpikes Aufstieg und Fall.


Die entscheidende Weiterführung aber liegt in Schmidt's Partitur. Der produktive Komponist von Film- und Schauspielmusik ist in Deutschland vor allem berühmt als Gründer der Rockband CAN , was Wuppertal ein interessant gemischtes Publikum garantierte. Die Orchesterstimmen kommen vom Band, bearbeitet von Jono Podmore, ein Streichquartett spielt live im Graben und hält den Dirigenten Simon Rekers auf Trab. Der pure Umfang des "Sensourround"-Klanges ist verblüffend, laut, sinnlich und immer fesselnd, ganz besonders das exotische Schlagzeug, das rundherum hinter den Zuschauern raschelt. Hätte Richard Strauss Rockmusik geschrieben, müßte sie so geklungen haben - herrlich üppig, ohne sich dafür zu schämen.


Die große Form ist vielfach fast konventionell. Arien, zwei bemerkenswert gelungene "Haßliebe"-Duette für Steepike und Lady Fuchsia, traditionelle Opernensembles. Weniger konventionell ist der gemeinsame Einsatz von Rock- und Opernsängern, die nicht eindeutig zwischen "alter" und "neuer" Welt verteilt sind. Tatsächlich war es überraschend, daß Peakes schwitzender, à la Dickens grotesker Swelter von einem gewitzten Rockstar gesungen wird (Markus Heinrich). Steerpike ist hauptsächlich Rock, virtous präsentiert von Stefan Vinzberg, der die Tonleitern in einer Art "Bruststimmen-Falsett" hinaufkletterte und tapfer trotz einer Beinverletzung bei den Proben die Premiere bestritt.


Die Opernsänger schlugen zurück. Herausragend der Bariton Mark Morouse in Lord Sepulchraves langer, außergewöhnlich schönen Arie vor seiner Verwandlung in eine Eule, Danielle Grima als seine Gattin ebenso erfolgreich mit zwei Monologen. Sabine Schnitzer und Elise Kaufman als die beiden in hohen Koloraturen zwitschernden altjüngferlichen Tanten.


Michael Sturmingers Inszenierung ist ausreichend lebendig im überkomplizierten und wenig hilfreichen Bühnenbild. Doch das Ohr war pausenlos beschäftigt, und die Mischung von ausgewachsenem Rock und konventionellerer "Opern"-Musik ist bestimmt ein Weg, die vermutlich moribunde Kunstform weiterzubringen. Ich hoffe, britische Manager werden sich nach Wuppertal aufmachen.




THE LONDON TIMES - 24.11.98
FINE PEAKE-TIME VIEWING  by RODNEY MILNES


There is often a perfectly simple moral to be drawn from even the most complex operatic action. After four days of Wagner`s Ring it is "don`t tease dwarfs"; for Carmen, "don't tangle with girls who smoke". In the case of Irmin Schmidt's Gormenghast, premièred in Wuppertal last week, it might well be "don't roger the domestic staff". It is energetic abuse, graphically enacted, by the head cook Swelter that drives the kitchenboy Steerpike to plot - only partially successfully - the downfall of Gormenghast and all that it stands for.

This is, of course, implied rather than stated in Mervyn Peake's trilogy, on which the opera is only loosely based - "inspired by" is the official rubric. The smartly literate, wittily rhymed libretto (sung in English) is by Duncan Fallowell, novelist and author of One Hot Summer in St Petersburg, which apart from catching that city's character to a T contains an account of erotic obsession as painful as anything since Brideshead Revisited. The action is neatly laid out, with the destruction by arson of the Gormnghast library at its centre and the rise and fall of Steerpike on either side.


But the come-on is Schmidt's score. He has composed prolifically for stage and film and is most famous in Germany as founder of the rock group Can, which guaranteed an interestingly mixed audience in Wuppertal. The orchestral score is on tape, prepared by Jono Podmore: a string quartet plays live in the pit, which kept the conductor Simon Rekers on his toes. The sheer range of "sensurround" sound is bewildering, loud, sensuous, always intriguing, especially the rustles of exotic percussion emerging from around the auditorium. If Richard Strauss had written rock music, this is what it would have sounded like - gloriously, unashamedly lush.

The layout of the score is in many ways almost conventional: arias, two notably successful "love-hate" duets for Steerpike and Lady Fuchsia, traditional operatic ensembles. What is less conventional is the use of rock as well as opera singers, not patly divided between "old" and "new" worlds - indeed, it was a surprise to find Peake's sweaty Dickensian grotesque, Swelter, sung by a smart rock star (Markus Heinrich). Steerpike is mainly rock, in a virtuoso performance by Stefan Vinzberg, whooping up above the stave in what might be described as "chest-voice falsetto" and gamely going on at the première despite having injured his leg in rehearsal.


The opera singers fought back, the baritone Mark Morouse outstanding in Lord Sepulchrave's long, exceptionally beautiful aria before his transmogrification into an owl, Danille Grima as his wife equally successful with two monologues, Sabine Schnitzer and Elise Kaufman twittering away with high coloratura as the spinster aunts.


Michael Sturminger's production was lively enough, in over-complicated and unhelpful decor. But the ear was consistently engaged, and the mixture of grown-up rock and more conventional "operatic" music is certainly one way forward for an art form supposedly moribund. I hope British managements will sneak off to Wuppertal.




Westdeutsche Allgemeine Zeitung - 30.12.98
GORMENGHAST

Fantasy-Oper von Irmin Schmidt


Gormenghast heißt, zumindest in der deutschen Ausgabe, die Roman-Trilogie von Mervyn Peake , ein weitläufig angelegtes Opus, das zusammen mit Tolkiens "Herrn der Ringe" die weltweite Beliebtheit der Fantasyliteratur initiierte. In Großbritannien seit dem Erscheinen des ersten Bandes nach dem Krieg sehr populär, kam es in deutsch im Zuge des damals überraschendnen Erfolgs von Tolkien heraus. Aber es hat mit Tolkien nichts gemein, die Erwartungshaltung war wahrscheinlich die falsche, und so wurde Peake nicht annähernd so stürmisch angenommen wie sein Kollege. Denn Peake schreibt eine ganz andere Geschichte in einem ganz anderen Stil, eine virtuos wortgewaltig ausladende Satire auf die Upperclass seiner Zeit und Heimat, ein sehr englisch und sophisticated angegangenes Unternehmen. Auf Schloß Gormenghast lebt die Herrscherdynastie der Groans seit mehr als zweitausend Jahren, gefangen in den mythischen Labyrinthen der riesigen Burg und eingezwängt in Rituale, die jeden Tag des Lebens zeremoniell festschreiben. Entsprechend dekadent ist die Familie geworden, besonders der Lord selbst, der, unfähig, sich den Problemen des Herrschens zu stellen, sich in Büchern vergräbt und drogenabhängig langsam den Verstand verliert. Aber auch seine Schwestern, die Zwillinge Cora und Clarice, sind Auswüchse jahrhundertelanger Inzucht. Blutleer, hirnlos, dafür aber unglaublich arrogant und machtlüstern, werden sie zu willigen Werkzeugen der Zerstörung ihrer Welt. Denn mit dem Anfang vom Ende beginnt der Roman. Zwei gleichzeitige Ereignisse werden das Schicksal des Schlosses und seiner Bewohner besiegeln: Der langersehnte Thronfolger wird geboren, Titus, der sich seiner Bestimmung von Anfang an verweigert und aus der gewaltigen unterirdischen Schloßküche, wo der sadistische Chefkoch Swelter regiert, gelingt einem gequälten Küchenjungen namens Steerpike die abenteuerliche Flucht in die hohen Regionen der Herrschaft. Leicht wird es ihm gemacht, die Macht über sie zu gewinnen und alle, sich inklusive in den Untergang zu treiben, bis auf Titus, der schließlich Gormenghast am Ende verläßt. Duncan Fallowell, in Großbritannien bekannter Autor und seit seinen Studententagen Peake-Anhänger, hat in seinem Libretto die satirischen Züge noch gesteigert und in eine grelle Comicform gebracht, und Irmin Schmidt, Gründer der Rockband CAN, machte daraus eine Oper völlig neuen Stils, in der grenzüberschreitenden Mischung aus ernster zeitgenössischer Musik, Rock und Pop, einer Mischung, die, ohne sich billig anzubiedern, von allen verstanden werden will und kann. Das ist natürlich etwas, was manchen Reszensenten gerade deshalb nicht unbedingt einleuchtet, die Zeitungen berichten denn von der Uraufführung vom 15. November 1998 im Opernhaus Wuppertal in faszinierend divergierender Weise. M..G


Pressestimmen ausgewählt von WAZ und abgedruckt in obigem Artikel :

1. Artikel aus THE TIMES von Rodney Milnes
(siehe oben im Original mit deutscher Übersetzung)( in fast gleichem Wortlaut auch erschienen in dem führenden englischen Opernmagazin : OPERA)


2. Nobert Ely - Deutschlandfunk
Peake wurde hierzulande im Gefolge von Tolkien bekannt. Tolkien wiederum ist eigentlich Peake für Arme und tatsächlich Fantasy. Peake ist Sprache. Seine Bilder entspringen einer scheinbar abgestorbenen Gewalt der Worte, und die Worte sind das a priori der reality.... Der britische Schriftsteller Duncan Fallowell schrieb für Schmidt ein Libretto, das vor Ironie birst und Derbheiten nicht scheut. Das morbide Personal bot Fallowell Gelegenheit zu pointierten Studien. Viele der Dialoge würden einem Ayckbourne zur Ehre gereichen.

3. Ulrich Schreiber, Frankfurter Rundschau
Der Autor hat die mysteriöse Machtparabel vom uralten Grafenschloß Gormenghast, wo der stumme Stammhalter Titus die Revolte eines Jungkochs niederschlägt, aus dem schottischen Hochland in Comic-Niederungen verbannt. Statt phantastischer Neo-Gotik gibt es absurde Verkürzungen, in deren Umfeld die Originalzitate wie Auswüchse von Geschwätzigkeit wirken.

4. Stefan Schmoe, Wuppertaler Rundschau
Schmidt hat ....... die Athmosphäre des Stückes interessiert, und er hat keine zuckersüßen Songs à la Andrew Lloyd Webber geschrieben, sondern eine durchlaufende, nie von gesprochenem Text unterbrochene Musik komponiert .....

5. Frieder Reinighaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Wohl ist "Gormenghast" eine Oper für Fernseh-Zuschauer ..... Irmin Schmidt, längst ein alter Hase in der Funktionsmusik, gebärdet sich noch einmal freiheitstrunken postpubertär. Ihm - und den versammelten Fans hat das Spaß gemacht. Doch alles geht seinem Ende zu. Und Gormenghast in besonderer Weise.

6. Karsten Mark, Ruhr Nachrichten
Wundersam ist für "Gormenghast" eine treffliche Beschreibung. Die Figuren sind schillernd bis wahnwitzig.... Wundersam ist ebenso die Art, wie der Komponist die Form der großen Oper füllt...... Für "Gormenghast" suchte Schmidt die Nähe zu aktuellen Strömungen der Popmusik, engagierte den Drum'n'Bass-Experimentator Jono Podmore alias "KUMO" und mixte dessen Maschinen-Grooves mit elektronisch verfremdeten Instrumental-Klängen..... Heraus kam eine Musik, die sich verschiedenster stilistische Anleihen bedient, ohne dabei eklektisch zusammengewürfelt zu klingen. ....."Gormenghast entführt in eine verrückte Welt, die in futuristischem Bühnenbild und passenden Kostümen (Renate Martin und Andreas Donhauser) eine imposante Umsetzung findet. Trotz drei Stunden Spielzeit kommt keine Langeweile auf.

7. Andreas Fasel, Rheinische Post
Eine krude Mischung - aus Singsang und Tingeltangel, aus Trallala und Traumata

8. Elisabeth Elling, Westfälischer Anzeiger
Entweder findet man's trivial, oder man nimmt's philosophisch - entweder langweilt man sich mit Fantasy-Schmökern, oder sie lassen einen nicht los. Irmin Schmidts gut dreiständiges Werk eröffnet einen Mittelweg : musikalisch und optisch opulente Unterhaltung.

9. Hilde Malcomess, Rheinischer Merkur
"Gormenghast" hingegen fesselt fast durchgehend. Und das nicht nur wegen seiner bizarren Typen, die Regisseur Michael Sturminger phantasievoll in Szene setzte..... Da gibt es wunderbar Lieder.... Das sind ideale Popsongs, mit tragfähigen, gefühlvollen Melodien, nie flach.... Die ständig wechselnden Stimmungen, die stets präsente unheimliche Atmosphäre setzt er plakativ um, nie platt. Das hat "Gormenghast" mit wirklich guter Popmusik gemein.




aus der Frankfurter Rundschau vom 16.7.97 Irmin Schmidt -  Porträt
von Gabriele Meierding 

Madame Solange spürte es, als ihre Hände auf seinem Kopf lagen. “Du wirst eine Oper schreiben”, prophezeite sie Irmin Schmidt. Das war irgendwann in den 70ern, Irmin Schmidt spielte bei Can und befand sich musikalisch irgendwo zwischen “Tago Mago” und “Out Of Reach”. “Gormenghast”, die Oper, lag so fern wie die TV-Bilder vom Mars-Rover und sein 60. Geburtstag.  

So fern eben wie das Jahr 1997,  in dem der nun schon drei Musiker-generationen überdauernde Can-Mythos mit der Doppel-CD “Sacrilege” aufgefrischt wird.  Nicht mit den herkömmlichen Coverversionen, sondern mit Remixes, was dem Gruppen-Konzept näherkommt. Can-Musik war das Ergebnis eines permanenten Entwicklungsprozesses, niemals endgültig. “Im Grunde haben wir eine zehn Jahre lange Komposition erfunden,” sagt Schmidt. It wasn’t just music, faxte Brian Eno, nachdem er seine Beiträge zu “Sacrilege” (u.a. “Pnoom”) abgeliefert hatte. Es war die Philosphie des Zusammenspiels, das die Jahre der aktiven Gruppenarbeit (1968 - 1978) überdauert hat. Die Irmin Schmidt heute im Internet globalisiert sieht, weil es offene kreative Prozesse befördert. Und wenn er sich, auf dem Sprung seine erste Oper zu produzieren, zusammen mit Holger Czukay, Michael Karoli und Jaki Liebezeit in diesem Frühjahr zu einem Interview-Marathon nach London aufmachte, um anläßlich der Remix.-Doppel-CD auch vor MTV-Kameras über Can zu reden, dann stellt sich bei einem Porträt die Frage nach den Prioritäten. Denn ein Jahr vor dem 30. Gruppenjubiläum ist in einer Figur wie Irmin Schmidt die Can-Geschichte ebenso lebendig wie die Oper, die im September am Schillertheater Nordrhein-Westfalen (= Wuppertaler Schauspielhaus) Premiere haben soll - nach der geplanten Welturaufführung zur Popkom’98.  

Gormenghast” basiert auf der gleichnamigen Trilogie des britischen Karikaturisten und Autors Mervyn Peake. Der exzentrische Fantasy-Roman war ein Kultbuch auf der Insel zu Zeiten, als man sich hierzulande an Tolkiens “Herr der Ringe” berauschte. Der Londoner Schriftsteller Duncan Fallowell war es, der Schmidt damals in die bizarre Welt von Gormenghast einführte. Fallowell, inzwischen so etwas wie Schmidts Haustexter, schrieb auch das Libretto.  

Mit der musikalischen Vorproduktion beginnt Schmidt im September in seinem Studio in Roussillon. Dort, in der Provence, lebt er, dort befindet sich auch das Energiezentrum des allgegenwärtigen Can-Kosmos. Zehn Jahre lang hatten sich bei Can vier divergierende Egos einer kreativen Produktionsgemeinschaft untergeordnet und ihre Gegensätzlichkeiten in Gruppenenergie transformiert. Es gab keinen Komponisten, nur die “Kollektivseele”. Erst nach der Zellteilung , wie sie es nennen, wurden sie zu Solisten.  Irmin Schmidt schrieb in den Jahren nach Can vor allem Musik für Film, Fernsehen und Theater.  

Wenn einer in seiner Innenwelt abrutscht, bin ich immer am Platz,” hat Schmidt einmal die spannendste seiner Filmkompositionen kommentiert. In der Musik zu Thomas Schamonis TV-Stück “Die Heimsuchung des Assistenten Jung” vibriert der sich anschleichendeWahnsinn in elektronisch verfremdeten Geigenflächen. Das Stück, “Man On Fire” betitelt, ist eines der frappantesten Beispiele für die von Schmidt strukturierten Klangflächen,  in denen sich Zustand und Bewegung, Statik und Emotion  gleichermaßen manifestieren sollen. “Gewebt” aus Einzelstimmen in verschiedenen Klangfarben, verteilt auf 24 Tonspuren und neu zusammengespielt mit den Reglern. Tonmischen wie Farbmischen. “Klangfarbenkomposition”, sagt Schmidt. “Das habe ich bei Ligeti gelernt.”  

Im Rahmen der Kölner Kurse für Neue Musik hatte Irmin Schmidt Anfang der 60er auch bei Györgi Ligeti studiert. Er sollte der Lehrer bleiben, der ihn am nachhaltigsten beeinflußte. Zunächst aber zog Schmidt es vor, sich von den Konventionen des etablierten Kulturbetriebs abzukoppeln. Was ihn befeuerte, war eine U- und E-Musik übergreifende Spontaneität beim Spielen. Die Initialzündung kam mit John Cage in New York.  

Der Einfluß von Cage hat zu Can geführt”, sagt Irmin Schmidt. “Cage findet man in dieser ganz konsequenten Aufnahme der Umwelt wieder. Für mich persönlich hatte das etwas mit Befreiung von dieser Wissenschaftlichkeit zu tun, wie sie in den 50er Jahren vorherrschte, als ich angefangen habe zu komponieren.”  Wie sein Can-Kollege Holger Czukay hat Irmin Schmidt bei Stockhausen studiert, ist aber keinesfalls der “Stockhausen-Schüler”, als der er stets apostrophiert  wurde. Die strenge serielle Musik und die Attitüde des Gurus der Neuen Musik, jegliche Spontaneität zu unterbinden, fanden bei Schmidt wenig Widerhall. Die entscheidenden Impulse für seine Kompositionen erhielt er von Györgi Ligeti: “Abgesehen davon, das er ein großartiger Lehrer ist, hat mich vor allem die Schönheit seiner Musik überzeugt. Wo man glaubte, das Orchester sei an  Klangfarben schon ausgeschöpft, hat er neue erfunden. Bei Ligeti hat das Orchester geblüht. Es ist kein Wunder, daß die Orchester den am liebsten spielen.”  

Was Orchestermusiker gern spielen und was nicht, wurde dem Komponisten und Dirigenten Irmin Schmidt klargemacht, als er 1982 seinen “Orchestersatz 1-4” im Rahmen einer Veranstaltungsreihe des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg aufführte. Dieses work in progress-Werk ging einigen Geigern offenkundig gegen den Strich. “Das ist ja verständlich,” sagt Schmidt heute. “Die wollen Freude am Spielen haben. Und Musik zu schreiben, die denen, die sie dann spielen, keinen Spaß macht, das halte ich für eine ziemlich perverse Angelegenheit. Auch wenn die gesellschaftliche Struktur gar nicht mehr existiert, die von einem Sinfonieorchester repräsentiert wird, wie es im 19. Jahrhundert der Fall war, muß man es ja nicht auf Kosten der Spielfreude dekonstruieren.”   

Naturgemäß muß auch die Klangkonzeption für “Gormenghast” mit dem Spaßfaktor für Orchestermusikermusiker kollidieren.  Vor allem die in der Can-Tradition verwurzelten perkussiven Elemente und der vom Komponisten immer wieder beschworene groove vertragen sich live nicht mit dem Klangkörper des Orchesters. “Am Ende bin ich da gelandet, daß ich ihn auf meine Weise auseinandernehmen muß. Was ich für die Orchestermusiker schreibe, nehme ich im Studio auf.” Wo es dann “mit elektronischen Klängen durcheinandergerührt” wird. “Ich glaube, daß ich dem einzelnen Musiker damit weniger seinen Spaß und seine Würde raube, als wenn er gezwungen wird, zwei Stunden lang den Bogen auf den Körper seiner Amati knallen zu lassen und die ganze Zeit daran denken muß, daß der Lack dieser kostbare Geige dabei vielleicht beschädigt wird”, sagt Schmidt. Zumal man derartige Klänge elektronisch interessanter herstellen könne. “Dann überlasse ich ihm doch lieber die Stellen, an denen ich möchte, daß er seine Amati mit Freude spielt und stelle die anderen Klänge artifiziell her. Oder ich nehme ihn auf und tue ihm den Tort der Dekonstruktion im Studio an, wenn er nicht mehr dabei ist.”  

Was nicht bedeutet, daß der Orchestergraben leer sein wird, wenn “Gormenghast” über die Bühne geht. Zwei Perkussionisten gehören in jedem Fall zum Live-Entwurf.“Es ist zeitgenössische Musik,” betont Schmidt, “ die darauf basiert, was Can gemacht hat und was in der Rockmusik passiert.”  Physisch nachvollziehbare Rhythmen sind die Treiber für das musikalische Werk, dessen exakte Definition im übrigen noch aussteht. Opernmusical  oder Popoper geben den Genremix allenfalls in begrifflicher Verlegenheit wieder. Es gibt in aller Reinheit blühende Partien für einen lyrischen Sopran, und es gibt die wüst verrockten Arien des Steerpike, von dessen Aufstieg vom Küchenjungen zur Macht und von dessen Sturz die Geschichte erzählt. Schmidt  hat diese Rolle Florian Schneider auf den Leib geschrieben. Schneider, “Phantom der Oper” in Basel, habe eine “phänomenale Stimme, mit der er auf phänomenale Weise rücksichtslos umgeht”. Hinauf bis zum d und dann abgerockt. Jemandem wie Irmin Schmidt vorauszusagen, er werde einmal eine Oper schreiben, war hellseherisch betrachtet ein kalkulierbares Risiko.  
 




  INDEPENDENT ON SUNDAY
5 November 1995
The Peake of his career
by Dermot Clinch

The German avant-garde composer Irmin Schmidt has turned Mervyn Peake´s ´´Gormenghast`` into an opera.  But what will the fans think?  

Frank, the secretary of the Mervyn Peake Society, had met the German composer of Gormenghast  once before.  "Strange chap,"  he thought.  "A bit cool, man, if you know what I mean.  Not, um, very easy to talk to."  On his part, Irmin Schmidt had had the odd apprehension, too.  "We find something nice and strange, I think," he said, the day before meeting the Peake enthusiasts to present his new opera to them.  "These can be weird and fanatic people, no?" 

Judging by what they read, you might think so.  Mervyn Peake's trilogy -  

Titus Groan, Gormenghast  and Titus Alone - is, no other word for it, weird.  It's Tolkien gone to seed, set in a kingdom of ancient ritual that's populated by characters called Rottcodd, Slagg, Fuchsia and Prunesquallor.  Gormenghast is the home of the Lords of Groan, a vast ramifying dungeon where the main action of the books takes place.  Apparently Benjamin Britten came near to making an opera of the trilogy in the Fifties, but stepped back from the brink.  Peake's son Sebastian even has his father's libretto.  But they were ill matched.  Britten was a Henry James man:  he liked his evil understated.  Gormenghast  is dastardly caricature, and would require a certain extroversion - if not brutality - to work on stage.  

Which is why, perhaps, the German composer Irmin Schmidt, an undoubtedly "cool" avant-garde rock musician and one-time pupil of Stockhausen, got involved.   And why, a couple of Sundays back, Schmidt found himself deep in the heart of the English countryside, far from his home in the South of France, addressing - very graciously, as the chairman said - the Annual General Meeting of the British chapter of the International Mervyn Peake Society (20 members maximum expected).  Odd things go on in Buckinghamshire in late October, with temperatures soaring and apples thudding to the ground.  But this - surely - was one of the oddest. 

"I'd love to see their faces when he plays them his tape," Duncan Fallowell, the opera's librettist, had said a few days earlier.  The words carried a hint of kindly malice, suggesting that here, perhaps, was just the man to be putting Mervyn Peake on stage.  Extroversion, or anyway shamelessness, comes easily to Fallowell.  An article in a Sunday newspaper caught my eye the week before we spoke.  "Sperm for hire," it read.  "Duncan Fallowell, 46, offers his seed to the needy."  Fallowell's own writings - novels, travel books, the biography of a transvestite - are spangly and adjectival in a Peakeish way, and he's long been a fan of Gormenghast - ever since getting hooked on the trilogy while smoking dope at university, in fact.  Peake readers are often "burnt-out acid heads", he says, without necessarily including himself in the category. 

While Fallowell was nurturing his passion for Peake in England, in Germany his future collaborator was being a hard-skulled musical modernist.  Irmin Schmidt studied to be a serialist with the best of them:  composition with Stockhausen and Ligeti, conducting with Kertesz.  But then New York beckoned.  Schmidt fell in with John Cage (who chatted to him about music and mushrooms), and minimalists like Terry Riley (who played the piano with him, rather repetitively he seems to remember).  He returned home a musical freed-man and helped found Can, an avant-garde rock group whose music, as one authority nicely puts it, "even the critics had a hard time appreciating".  They were "influential", though;  even now their CDs are being reissued by Irmin's wife Hildegarde. 

Things change, however.  Schmidt is nearly 60.  And what happens to cool, avant-garde rock-musicians-cum-composers when they reach three score?  Schmidt has spent much of his life, like many of his generation, looking for a musical language.  "There's no agreed style now, no home,"  he says.  "Creating beauty is something really strange these days.  Nor does the classical tradition alone make a culture, and the other traditions are nothing.  We have to work out a direction that includes both high and low art."  This sounds a bit, ahem ... post-modern?  "If that means no obligations, making the rules for yourself, yes it is,"  says Schmidt firmly.  Writing Gormenghast  has been a revelation.  "I'm no longer an avant-garde artist, out to shock.  I want people to enjoy my music." 

Will they?  Cameron Mackintosh, for one, has rejected a West End production.  Apparently, he didn't like the story, this tale of evil arising from drudgery in the castle, kitchens and reaching near world domination.  Set entirely in the castle, the opera inhabits a restricted, dream-like atmosphere, with music - electronic, sampled, traditionally orchestrated, you name it - harmonically restricted to match.  The libretto, a kind of fantasia on themes from the book, is peppered with set-piece arias; recitatives are out of the question, of course, but there are jokey musical allusions to recitative style now and then.  In time-honoured fashion, extra sex and so forth has been added - to keep things fresh.  The castle chef is fat and nasty in the books; in the opera he's overtly homosexual as well.  "Tight arse?  Tight arse?"  he sings, mishearing the name of the good guy, Titus.  "The very thought gives me gastro-enter-right-arse!" 

Perhaps Cameron Mackintosh's commercial sense is sound after all.  With scenes of humiliation, of "obscene rapture", even of pet slaughtering, here, clearly, is no Christmas family entertainment.  But in Germany, Gormenghast has been commissioned by the Wuppertal Opera House, who will put it on next year, and the firm of Schott's are to publish the score. 

You wonder if it may not have special meaning for Germans.  The ghastly Steerpike, for instance, arranging castle coups, manoeuvring himself to the top, burning libraries as he goes - who is he, exactly?  "He's a symbol for what comes out of a dream,"  says Schmidt.  "He becomes Stalin, he becomes Hitler ..."  And what about that other one "the tiny, limping guy with the barking, yelling voice", as Schmidt describes the "Master of Ritual", Barquentine?  "Everybody can imagine who that was, can't they?  Don't you just see Goebbels?" 

But time for conversation is over.  The AGM has ended; the composer is summoned.  And there they all are, the "weird and fanatic" people Schmidt had feared, waiting for him patiently in the sunny room attached to the old Quaker meeting house (chosen for this year's venue in preference to the Polish restaurant they went to last year).  Not a Slagg or a Prunesquallor among them, by the trumpet of the Groans, unless those teenage girls in the second row, in uniform black, count as somehow gothic.  They're Mervyn Peake's granddaughters. 

Some questions, an expectant hush, then on with the acid test, the cassette.  Music for the castle kitchens.  Indonesian gamelans, perhaps?  Not gamelans, answers the composer.  Saucepans.  Plates, spoons, forks, recorded in his and Hildegard's kitchen.  Next, a bel canto aria (from Cora and Clarice, the batty twin sisters of Lord Groan) over a vaguely raunchy rock beat.  Something jazzy and laid back, a touch of Astrud Gilberto.  And finally the music of grim Steerpike, climbing to the top of his castle, breathing his first draughts of the oxygen of power.  Drums, synthesisers, noise, distorting guitar.  "I'm drunk!" sings a voice, more and more euphoric.  "Drunk on oxy foxy jokey jocksy ... shockingly shocksy no more forelocksy ox... y ...gen!" 

And there it was: Gormenghast, the Opera, the Highlights.  "What language is it in?" one raven granddaughter whispered to another.  "It's the Rocky Horror Show,"  said an enthusiastic listener.  "No comment,"  said one who wasn't.  "Very sensitively handled,"  said a critic-to-be.  "I'm off,"  said the composer, pausing for the gracious award of Honorary Membership of the Society.  And then off he went, to complete the orchestration, sell the film rights, and get it on the road. 

 


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